Preview: No. 16: Film | Tanz | Diskurs

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Gegenstand von Nach dem Film No. 16 sind Tanzszenen im filmischen Bewegungsbild. Spätestens Ralph Fiennes Tanzeinlage in A Bigger Splash (2015) machte deutlich, dass Tanzszenen im Film ein Eigenleben führen können: Wohnzimmertänze, Bartänze, Alltagstänze und Arbeitstänze, Tanzende im Abspann, Paare, Formationen, Solituden. Tanzszenen können aus dem Kontext des Films herausführen. Sie lassen sich weder ausschließlich im Register von Tanz noch von Film beschreiben. Diese Ausgabe beschäftigt sich dementsprechend mit den Bedingungsfaktoren einer Grenzfigur. Im Unterschied zur genrespezifischen Tanzfilmanalyse, die zum Beispiel das Musical als Ganzes in den Blick nimmt, leisten die versammelten Beiträge eine enge Fokussierung auf kurze Erscheinungsformen des Tanzes. Dabei wird eine Ästhetik der Schnittfläche von Film und Tanz konturiert, ohne diese in eine medienontologisch fixierbare Affinität zu überführen: Das Verhältnis erschöpft sich, so die Hypothese, gerade nicht in der filmhistorisch stark bemühten Allianz von Film und Tanz.

Film | Tanz | Diskurs ist auch eine Kontaktimprovisation zweier Fachperspektiven. Die Ausgabe fasst Ergebnisse der gleichnamigen DFG-geförderten Tagung zusammen, die 2016 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stattgefunden hat. Enthalten sind ausgewählte Beiträge der Tagung sowie später hinzugekommene Positionen von Film- und Tanzwissenschaftler_innen, u.a. Barbara Büscher, Robin Curtis, Gerko Egert, Susanne Foellmer, Ulrike Hanstein, Kirsten Maar, Sabine Nessel, Martin Siegler, Nikola Schellmann, Drehli Robnik, Claudia Rosiny und Linda Waack.

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