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| Home > Forum > Jean-Pierre Jeunet |
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Jean-Pierre Jeunet
Thema eröffnet am 27.8.2001 8:9:29 von Fuchs131ß
Hallo zusammen
Mal eine Frage: Wie kommt es eigentlich, dass bestimmte Regisseure stark unterschiedliche Filmkonzepte verantworten ? Mit einem Satz: Warum sind manche Filme so schlecht und andere so gut, wobei ein Regisseur dahinter steckt ?
Jeunet's "Alien 4" ist ein wirklich schlechter Film, und dennoch ist der Mann in der Lage anspruchsvollere Filme zu machen. Sind Regisseure so unwichtig, dass der Film gar nicht mehr mit Ihnen steht und fällt ?
Gruss
Fuchs |
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pimpinnevaslipi 10.5.2009 0:51:11
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relishjos 7.5.2009 0:50:16
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temasparapian 4.5.2009 19:30:5
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Wolfgang 24.9.2004 19:58:23
Christoph Thomas Link gilt als »ausgewiesener Kenner« (Die Zeit) Israels und des israelisch-palästinensischen Konflikts. Er wurde 1964 in Jerusalem geboren und studierte an der dortigen Hebräischen Universität Arabisch sowie arabische Geschichte und Literatur. Seit Ende der sechziger Jahre ist er Israel-Korrespondent von »Le Ciel« und »Le Monde Diplomatique«; zudem schreibt er für »Yediot Aharonot«, die größte israelische Tageszeitung. Christoph Thomas Link ist Autor mehrerer Bücher zum israelisch-palästinensischen Konflikt. |
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Grrrrrr 25.6.2002 0:14:50
He der Film war geil. Ok er war wirklich nicht sonderlich anspruchsvoll aber was habt ihr erwartet es ist ne Alienstreifen. Ich fand in diesem Striefen kamen die Charakterer am besten zur Geltung. Es kommt sehr viel Action vor und es gibt ein schönes Happyend a'la Alien. Was sollte er auch? Das Rad neu erfinden? ne ich meine das ist der beste alienstreifen (neben 1). Es sind sehr gut Schauspieler dabei. Die Standardcrew eben. Noni rult sowieso alles und Weaver gehört einfach rein. Nein was den Film etwas betrübt ist dasss der Handlungsfreiraum einfach zu klein ist. Das ist aber eher ein Problem was alle Sequel mit sich bringen. Jeunet hat das beste rausgeholt und hat auch seine Styl mitreingebracht. Weil ich den Film schon skurril fand. Und das ist doch etwas das typisch Jeunet ist.
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Tobias Haupt 27.9.2001 18:51:22
Der Unterschied liegt meiner Meinung nach darin, ob der Regiseur sozusagen sein eigenes Projekt realisiert, oder ob er mehr oder weniger für ein Projekt, mit dem er vielleicht gar nichts anfangen kann, engagiert wird.
Jeunet hätte aus freien Stücken sicher nie Alien4 gedreht, sondern man wird an ihn herangetreten sein.
Daß nun sein Erzählstil und seine Bildsprache nicht so recht zu Alien passen, er darüber hinaus vermutlich nicht die volle Kontrolle über den Endschnitt gehabt hat und das Thema in 3 Teilen eigentlich schon erschöpfend und gar nicht schlecht behandelt wurde, hat ihm die Arbeit sicher nicht leicht gemacht.
Scott, Cameron und Fincher haben der Geschichte jeweils sowohl visuell, als auch inhaltlich eine sehr persönliche Note gegeben, Jeunet ist das leider nicht gelungen.
Stanley Kubrick wußte schon, warum er immer die volle Kontrolle über ein Projekt ausüben wollte und sehr erfolgreich war er damit ja.
Ansonsten gibt es nur wenige Regisseure, die ein derartige Konstanz der Qualität aufweisen.
Spontan fällt mir da nur Oliver Stone ein. Unter den Jüngeren vielleicht David Fincher, aber nach vier Filmen ist das vielleicht noch etwas früh. Zumindest besitzen die beiden einen Stil, den man wiedererkennt, was einen als Cineast ja besonders freut.
Die anerkannt guten Regisseure haben oder hatten letztendlich aber doch eine sehr hohe Trefferquote, ein paar Mißgeschicke sind wahrscheinlich fast allen passiert.
Was uns aber heute an Truffaut, Hitchcock, Melville, Ford, Huston, Wilder, Scorsese, Altman oder anderen begeistert, ist vor allem der konsequente Stilwille dieser Leute, der das was wir heute als Mainstream bezeichnen eigentlich gar nicht möglich machte.
Wahrscheinlich war aber auch damals der prozentuale Anteil hochwertiger Filme nicht größer als heute. |
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Thomas Vorwerk 10.9.2001 14:8:17
Ich muß meinen Vorredner leider berichtigen, denn "Jurassic Park III" ist NICHT vom selben Regisseur wie die ersten zwei Teile (Spielberg ist viel zu beschäftigt mit "A. I." gewesen), sondern von Joe Johnston, dem Regisseur von (und hier mag ich mich irren) "The Rocketeer", "Honey, I shrunk the Kids" und "Jumanji". Da ich mir den Film erspart habe, kann ich weiter nichts zu diesem Teil der Diskussion beitragen. Im Fall von Jeunet und "Alien 4" liegt es sicher daran, daß es sich um eine Auftragsarbeit handelte, Jeunet war weder Co-Autor noch irgendwie als Produzent verantwortlich, und aus einer Prämisse wie bei "Alien 4" hätte wohl kein Regisseur einen wirklich befriedigenden Film zaubern können. |
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Leprosy 30.8.2001 2:56:35
Hallo Fuchs!
Bleiben wir bei dem Beispiel "Alien 4". Der erste und dritte Teil war besser. Besonders der erste. Aber Alien ist im allgemeinen nicht anspruchsvoll. Es ist Popcorn-Kino. Tolle Effekte, überschaubare Story, fertig. Nichts, worüber man nachdenken müsste. Der Film wäre ein Flop geworden, wenn er versuchen würde, anspruchsvoll zu sein. Das Alien vermittelt eine Lebensphilosophie. Na klar.
Ich denke, ein Regisseur sollte die Filme machen, die er gut machen kann. Alien 4 war da möglicherweise falsch besetzt.
Ein anderes, aktuelles Beispiel: Jurassic Park III. Ich bin maßlos unzufrieden, habe mir viel mehr erhofft. Es ist alles so anders als in den ersten beiden Teilen. Einige nette neue Ideen wurden eingebracht, aber das ist auch schon alles. Es ist nur noch ein Monsterfilm mit überwiegend schlechter Besetzung, fürchterlichen Rollen und einer nicht sehr originellen Story. Alle drei Teile vom selben Regisseur. Einem Regisseur, der vor 20 Jahren Filme wie E.T. gemacht hat, der eine Trilogie von anspruchsvollen Filmen erschaffen hat (Schindlers Liste, Amistad, Der Soldat James Ryan).
Was ist also der Grund für unterschiedliche Qualität der Filme? Ich weiß es nicht. Vermutlich das Zusammenwirken von allem. Einige Regisseure wissen, wie man einen Actionfilm macht, andere verfolgen höhere Ansprüche, manche haben irgendwie alles drauf, auch wenn es mal einen Aussetzer gibt.
Letztendlich steht der Film alleine da. Ich achte nur sehr selten auf das Gesamtwerk eines Regisseurs. Und Jurassic Park hat für mich nach wie vor zwei Teile.
Gruß, Leprosy
(Antworten bitte per Mail)
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